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Freiheit für Raif Badawi | حرية لرائف بدوي

 Inhalt übernommen von Max Steinacher
Sehr geehrte Damen und Herren,

in eigener Sache folgende Informationen mit der Bitte um Veröffentlichung und Begleitung:

 
Trauriger Jahrestag: 5 Jahre Tübinger Mahnwache für Raif Badawi
Pressemitteilung der Tübinger Mahnwache für Raif Badawi vom 18. Januar 2020

Einen traurigen Jahrestag begeht die Tübinger Mahnwache für Raif Badawi am kommenden Samstag, den 25. Januar 2020: Sie demonstriert jeden Samstag seit fünf Jahren zwischen 11 und 12 Uhr auf dem Holzmarkt und sammelt Unterschriften zur Freilassung des saudischen Menschenrechtlers. Aus Anlass des Jahrestages wird unter anderem Oberbürgermeister Boris Palmer um 11:30 Uhr von den Stufen der Stiftskirche sprechen.

Das Schicksal des zu 1000 Peitschenhieben verurteilten und inhaftierten saudischen Menschenrechtlers Raif Badawi bewegt viele Menschen in der Region. Seitdem der Tübinger Max Steinacher per Leserbrief im Tagblatt für den 23. Januar 2015 zur ersten Mahnwache aufrief, konnten über 12.500 Unterschriften gesammelt und an die saudische Botschaft übermittelt werden. Über 1000 Tübingerinnen und Tübinger haben sich seither an den Aktionen der Mahnwache beteiligt. Neben der Mahnwache jeden Samstag von 11 bis 12 Uhr zählten dazu Lesungen, Podiumsdiskussionen, Exkursionen nach Frankfurt, Berlin, Straßburg und Wien sowie Sondermahnwachen etwa nach den Anschlägen von Paris. Rund 300 Menschen beteiligten sich allein an der Mahnwache zum 5. Jahrestag der Verhaftung des saudischen Bloggers Raif Badawi im Juni 2017, zu dem die Ehefrau Badawis, Ensaf Haidar eigens aus Kanada anreiste. Einmal im Monat leihen Prominente Raif Badawi ihre Stimme, indem sie Kapitel aus der Textsammlung „1000 Peitschenhiebe – weil ich sage, was ich denke“ öffentlich vorlesen. Die Tübinger Menschenrechtswoche würdigte die Mahnwache 2018 mit dem Tübinger Menschenrechtspreis. Erst vor wenigen Wochen eröffnete Heinrich Riethmüller in seiner Funktion als Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels die Frankfurter Buchmesse mit einer Rede, in der er den Einsatz der Mahnwache für Raif Badawi zu einem Leitmotiv machte.

„Wir würden unsere Mahnwache gerne so bald wie möglich abschließen: Mit einer letzten großen Kundgebung mit Raif Badawi und seiner Frau Ensaf Haidar auf dem Holzmarkt“, so Max Steinacher. „Die gegen Raif Badawi und seine Mitstreiter verhängten Strafen bleiben für uns unmenschlich, ihr Schicksal bewegt uns immer wieder.“ Zu den Zielen der Initiative gehöre es deshalb, bei allen Menschen, mit denen man ins Gespräch komme, das Bewusstsein dafür zu stärken, wie wichtig Menschenrechte für ein friedliches Zusammenleben in und mit der islamischen Welt sind. „Einen wichtigen Beitrag lieferte dazu die Lesung von Prof. Toprakyaran, dem Direktor des Instituts für Islamische Theologie in Tübingen.“

Wichtig sei auch, den öffentlichen Druck auf die Politik aufrecht zu erhalten. Immer wieder erinnert die Initiative deshalb die Bundeskanzlerin und bestimmte Bundestagsabgeordnete daran, wie wichtig Menschenrechte in Saudi-Arabien und wie schädlich Waffenexporte in diese Region sind. Die regelmäßige Übergabe von Unterschriften an die saudische Botschaft in Berlin sowie Social Media Arbeit zeige dem Land, dass die Situation von Raif und anderen inhaftierten Menschenrechtsaktivisten genau beobachtet werde. „Vor allem aber stärken und ermutigen wir Raif, seine Frau und seine Kinder sowie seine Mitstreiter durch unsere Solidarität. Das ist uns von Ensaf Haidar immer wieder bestätigt worden.“

Zum Hintergrund
Die erste Mahnwache fand kurz nach der ersten Auspeitschung Badawis statt, die ursprünglich auf 20 Wochen verteilt werden sollte. Wegen der weltweiten Empörung über diese grausame Strafe und seinen schweren Verletzungen wurden die Auspeitschungen ausgesetzt. Der Grund für die Verurteilung zu 10 Jahren Gefängnis, einer hohen Geldstrafe und der erwähnten Auspeitschung waren Badawis Äußerungen über Meinungsfreiheit im Internet.
Einsicht in die Arbeit der Tübinger Mahnwache bieten auch
  1. ein früher Pressespiegel 2016, https://www.tinyurl.com/badawi-tuebingen-presse2016 oder http://tinyurl.com/badawi-tuebingen-presse2016
  2. der Pressespiegel 2017 zum Besuch Ensaf Haidars in Tübingen https://www.tinyurl.com/haidar-tuebingen-presse2017 oder http://tinyurl.com/haidar-tuebingen-presse2017
  3. das Video der Koalition „Tübingen für Familie Badawi“ aus 2017 https://www.tinyurl.com/tuebingen4badawi-video2017 oder http://tinyurl.com/tuebingen4badawi-video2017
Für Rückfragen steht Ihnen Max Steinacher unter der Telefonnummer +49 (0) 151-19604091 oder unter mili.steinacher@gmx.de gerne zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen,
Christopher Gohl

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